Welche Kundendaten braucht man eigentlich im Marketing?

Ich stelle fest, dass Unternehmen eher zu viele als zu wenige Daten von ihren Kunden haben. Damit meine ich nicht, dass sie Daten erheben, die sie nicht brauchen. Sondern eher, dass sie so viele Detaildaten zu Bestellungen haben, dass es zu Verwirrung führt, was man im Marketing nun braucht und was nicht. Information overload sozusagen.

Wenn du dir ein CRM aufbauen möchtest und dich fragst, welche Daten du dort zusammenführen und speichern möchtest, dann habe ich hier ein paar Tipps für dich.

Was du beim Aufbau eines CRMs nicht tun solltest

Beauftrage deine IT nicht, alle vorhandenen Daten ins CRM-System zu bringen. Dies führt zu einem langatmigen aufgeblähten CRM-Projekt, was dir im Business keinen Mehrwert stiftet. Warum ist das so?

Du lädst dein System voll mit Daten, die du für Kampagnen nicht brauchst, die aber deine IT beim Integrieren aufhalten:

Ein Übermaß an unnötigen Daten belastet nicht nur das System, sondern behindert auch den Integrationsprozess. Die IT-Abteilung wird durch die Verarbeitung irrelevanter Informationen ausgebremst, was zu längeren Integrationszeiten führt und Ressourcen verschwendet.

Du verstehst deine Daten nicht und kannst sie deshalb nicht nutzen:

Wenn du einfach alles reinlädst, dann wirst du wahrscheinlich Datenfelder haben, die so ähnlich klingen, deren Bedeutung du aber nicht verstehst. Sowas kann ein Kampagnenteam im Alltag sehr aufhalten.

Was ich dir für die Kundendaten in deinem CRM empfehle


Nimm dir die Zeit und überlege dir, wie deine datenbasierte Kommunikation aussehen soll.

  1. Welche automatischen E-Mails willst du senden?
  2. Wie sehen deine Newsletter aus?
  3. Welche Kundensegmente möchtest du unterscheiden können?

Wenn dir das schwerfällt, dann versuche einmal ganz praktisch eine E-Mail zu schreiben, die du automatisieren willst. Oder einen Newsletter. Versuche daraus deine Anforderungen an die Daten im CRM abzuleiten.

Überlege, was dein Team im ersten Jahr (oder 2 Jahre) realistisch bearbeiten kann. In meiner Erfahrung ist es nicht realistisch im ersten Jahr eine komplette Lifecycle Kommunikation mit mehrstufigen E-Mails zu erstellen. Die Herstellung von gutem Content braucht Zeit – das gilt auch für E-Mails. Plane 1-2 Jahre aber nicht für die Ewigkeit, denn du wirst in Zukunft definitiv weitere Anforderungen an deine IT haben, wenn deine Kommunikation sich weiterentwickelt.

Die Kunden-Mastertabelle ist deine Kern-Anforderung an die IT

Ich habe in der Vergangenheit mehrfach sogenannte Kunden-Mastertabellen erstellt. Diese enthalten alle Daten, die man als CRM-Manager direkt am Kunden haben will. Diese können dann für Selektionen und Segmente genutzt werden. Das kann eine ganz einfache Excel-Tabelle sein. Sie listet auf welche Datenfelder du benötigst. Daraus kannst du oder deine IT ableiten, aus welchem System diese Datenfelder kommen müssen. Ich habe bei mir einmal kurz nachgezählt: Ich komme auf 27 Felder, die mir wichtig sind und die jedem CRM-Manager für das erste Jahr definitiv reichen werden.

Wenn es dich interessiert, welche das sind, darf du dich gerne bei mir melden. Schreib mir gerne!

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